Risiko – Blut und Immunsystem.

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts haben Wissenschaftler das Verständnis über die bewundernswerte Komplexität des Blutes vertieft. Man fand heraus, daß es verschiedene Blutgruppen gibt. Bei Transfusionen ist es entscheidend festzustellen, ob sich das Blut des Spenders mit dem des Empfängers verträgt. Wenn jemand mit der Blutgruppe A Blut der Blutgruppe B erhält, kann eine folgenschwere hämolytische Reaktion auftreten. Dadurch können bei dem Betreffenden viele rote Blutkörperchen zerstört werden, und demzufolge kann schnell der Tod eintreten. Zwar wird routinemäßig die Blutgruppe bestimmt und die Kreuzprobe durchgeführt, aber Irrtümer kommen vor. Jedes Jahr sterben Menschen an hämolytischen Reaktionen.

Die Problematik der Unverträglichkeit geht weit über die verhältnismäßig wenigen Blutgruppen hinaus, die in den Krankenhäusern routinemäßig bestimmt werden. Wieso? Nun, in dem Artikel „Bluttransfusion: Gebrauch, Mißbrauch und Gefahren“ schreibt Dr. Douglas H. Posey jr.: „Vor fast 30 Jahren hat Sampson die Bluttransfusion als ein relativ gefährliches Verfahren beschrieben . . . [Seither] sind mindestens 400 weitere Rote-Blutkörperchen-Antigene erkannt und charakterisiert worden. Ohne Zweifel wird die Zahl weiter zunehmen, da die Membran der roten Zellen außerordentlich komplex ist“ (Journal of the National Medical Association, Juli 1989).

Die Auswirkung transfundierten Blutes auf das Abwehr- oder Immunsystem des Körpers wird derzeit erforscht. Was könnte dies für einen selbst oder für einen Verwandten bedeuten, wenn eine Operation erforderlich wird?

Bei der Transplantation eines Herzens, einer Leber oder eines anderen Organs ist es möglich, daß das Immunsystem des Empfängers das fremde Gewebe erkennt und abstößt. Eine Transfusion ist jedoch nichts anderes als eine Gewebstransplantation. Sogar Blut der „richtigen“ Blutgruppe kann das Immunsystem schwächen. Pathologen haben auf einer Konferenz herausgestellt, daß in Hunderten von medizinischen Veröffentlichungen „auf einen Zusammenhang zwischen Bluttransfusionen und Immunreaktionen aufmerksam gemacht wird“ (“Case Builds Against Transfusions”, Medical World News, 11. Dezember 1989).

Eine vorrangige Aufgabe des Immunsystems ist es, bösartige Zellen oder Krebszellen aufzuspüren und zu zerstören. Könnte eine unterdrückte Immunität zu Krebs und somit zum Tod führen? Man beachte zwei Berichte.

Die Zeitschrift Cancer (15. Februar 1987) berichtete über Ergebnisse einer Studie aus den Niederlanden: „Bei Patienten mit Darmkrebs war eindeutig eine ungünstige Auswirkung der Transfusion auf die Langzeit-Überlebensrate zu beobachten. In dieser Gruppe betrug die kumulative 5-Jahres-Überlebensrate 48 % für Transfusionsempfänger und 74 % für Nichttransfundierte.“ Ärzte der Universität von Südkalifornien beobachteten den Gesundheitszustand von hundert Patienten, die an Krebs operiert worden waren. „Die Rückfallquote für alle Krebserkrankungen am Kehlkopf betrug 14 % bei denjenigen, die kein Blut, und 65 % bei denjenigen, die Blut erhalten hatten. Bei Krebserkrankungen der Mundhöhle, der Rachenhöhle und Nase oder der Nebenhöhlen betrug die Rückfallquote 31 %, wenn keine Transfusionen, und 71 %, wenn Transfusionen verabreicht wurden“ (Annals of Otology, Rhinology & Laryngology, März 1989).

Was besagen solche Studien im Hinblick auf Transfusionen? In dem Artikel „Bluttransfusionen und Krebsoperationen“ kommt Dr. John S. Spratt zu dem Schluß: „Der Krebschirurg muß eventuell Spezialist für blutlose Chirurgie werden“ (The American Journal of Surgery, September 1986).

Eine weitere vorrangige Aufgabe des Immunsystems ist die Infektionsabwehr. Daher ist es verständlich, daß gemäß einigen Studien Patienten, die Blut erhalten haben, infektionsanfälliger sind als andere. Dr. P. I. Tartter führte eine Untersuchung über Dickdarmoperationen durch. Von den Transfusionsempfängern zogen sich 25 Prozent Infektionen zu, verglichen mit 4 Prozent bei denjenigen, die keine Transfusionen erhalten hatten. Er berichtet: „Es konnte ein Zusammenhang zwischen Bluttransfusionen und Infektionskomplikationen hergestellt werden bei Transfusionen vor, während oder nach der Operation. . . . Das postoperative Infektionsrisiko stieg mit der Zahl der verabreichten Bluteinheiten“ (The British Journal of Surgery, August 1988′). Die Anwesenden bei dem 1989er Treffen der American Association of Blood Banks erfuhren folgendes: Während bei 23 Prozent derjenigen, denen beim Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks Fremdblut übertragen wurde, Infektionen auftraten, hatten diejenigen, die kein Blut erhielten, überhaupt keine Infektionen.

Über die Auswirkungen von Bluttransfusionen schrieb Dr. John A. Collins: „Es wäre in der Tat eine Ironie, wenn sich in bezug auf eine ‚Behandlung‘, für die kaum Beweise vorliegen, daß sie irgend etwas bewirkt, anschließend herausstellte, daß sie eines der hauptsächlichen Probleme solcher Patienten verstärken würde“ (World Journal of Surgery, Februar 1987).

Über admin

http://www.gesundheit-machbar.de/wp-admin/edit-comments.php?p=78

Kategorie(n): Allgemein

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.