Risiko – AIDS

„Aids hat die Einstellung der Ärzte und Patienten gegenüber Blut für immer verändert. ‚Und das ist gar nicht so schlecht‘, sagten die Ärzte anläßlich einer Konferenz zum Thema Bluttransfusion, die von den National Institutes of Health durchgeführt wurde“ (Washington Post, 5. Juli 1988).

Die Aids-Pandemie (erworbene Immunschwäche) hat den Menschen mit aller Macht die Gefahr bewußtgemacht, daß man sich durch Blut Infektionskrankheiten zuziehen kann. Millionen sind heute infiziert. Aids gerät zusehends außer Kontrolle. Und es verläuft praktisch zu 100 Prozent tödlich.

Aids wird verursacht durch das humane Immunschwächevirus (HIV), das durch Blut übertragen werden kann. Die moderne Aidsseuche trat 1981 zutage. Schon im darauffolgenden Jahr wußten die Gesundheitsexperten, daß das Virus wahrscheinlich über Blutprodukte weitergegeben wird. Heute gibt man zu, daß Blutbanken und pharmazeutische Unternehmen saumselig reagiert haben, sogar noch nachdem Tests zur Verfügung gestanden haben, mit denen HIV-Antikörper im Blut nachzuweisen waren. Die Überprüfung von Spenderblut setzte schließlich 1985 ein,* aber selbst dann wurden keine Blutprodukte erfaßt, die bereits im Handel waren.

*Man kann nicht davon ausgehen, dass alles Blut getestet wird. Zum Beispiel unterstanden Anfang 1989 ungefähr 80 Prozent der brasilianischen Blutbanken weder der staatlichen Kontrolle, noch wurde auf AIDS getestet.
 

Danach wurde der Öffentlichkeit versichert: „Das Blut ist jetzt sicher.“ Später wurde jedoch enthüllt, daß es bei Aids eine „Scheingesundheitsperiode“ gibt. Nach der Infektion können Monate vergehen, bis sich nachweisbare Antikörper bilden. Jemand könnte, ohne zu wissen, daß er Virusträger ist, Blut spenden, auf das der Test nicht anspricht. Das ist bereits geschehen. Personen, denen solches Blut übertragen worden ist, sind an Aids erkrankt.

Das Bild wurde immer düsterer. Die Zeitschrift The New England Journal of Medicine (1. Juni 1989) berichtete über „schlummernde HIV-Infektionen“. Es wurde nachgewiesen, daß jemand jahrelang Aidsvirusträger sein kann, ohne daß das Virus durch die gegenwärtigen indirekten Nachweisverfahren aufzuspüren ist. Manche würden solch seltene Fälle gern herunterspielen, doch sie belegen, „daß das Risiko einer Aidsübertragung durch Blut oder Blutbestandteile nicht völlig zu beseitigen ist“ (Patient Care, 30. November 1989). Die bestürzende Schlußfolgerung: Ein negatives Testergebnis darf nicht als Gesundheitsattest gedeutet werden.

Wie viele werden sich noch durch Blut mit Aids infizieren?

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Kategorie(n): Allgemein

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