DENGUE-Fieber auf dem Vormarsch.

Das Denguefieber (umgangssprachlich auch „Dandy-Fieber“ oder „Knochenbrecherfieber“ genannt) ist eine Krankheit, deren Ursache eine Infektion mit dem Dengue-Virus ist. Bei dem Virus handelt es sich um ein 40 bis 60 nm großes, behülltes RNA-Virus mit positiver Polarität aus der Familie der Flaviviren.

Aus einer Veröffentlichung in Mexiko war folgendes zu entnehmen:

„Hiermit verleihen die zuständigen Gesundheitsbehörden des Bundesstaates Morelos … in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt der Kommune Emiliano Zapata dem … Königreichssaal der Zeugen Jehovas dieses Vorzertifikat – da es ihnen mit vereinten Kräften gelungen ist, eine brutstättenfreie Zone für dengueübertragende Mücken zu schaffen.“

Mücke 1Die Behörden in Mexiko haben allen Grund, wegen solcher Überträgermücken in Sorge zu sein. Diese Plagegeister können die gefährlicheen und mitunter todbringenden Debueviren weitergeben. Allein in Mexiko ist nur eins von über 100 Ländern, in denen diese Krankheit mittlerweile endemisch ist. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkranken weltweit jedes Jahr sogar 50 Millionen daran und ungefähr 40 Prozent der Weltbevölkerung sind einer möglichen Infektion ausgesetzt. Gesundheitsbehörden versuchen deshalb nun, eine dieser dengueübertragenden mücken, die weißgefleckte Aedes aegypti, gezielt auszumerzen *.

* Die Dengueviren werden in einigen Ländern auch von anderen Stechmücken wie der Tigermücke (Aedes albopictus) übertragen.
 

Am häufigsten ist das Denguefieber in den Tropen und Subtropen – vor allem in der Regenzeit und nach Naturkatastrophen wie Wirbelstürmen oder Überschwemmungen. Denn besagtes Mückenweibchen legt seine Eier gern in stehendes Gewässer ab.* Da man in Lateinamerika und in der Karibik oft Wasser in Tanks sammelt, raten Gesundheitsexperten dringend dazu, solche Tanks abzudecken, damit sie nicht zu Brutstätten werden. Wichtig ist auch, rund ums Haus keine alten Autoreifen, Dosen, Blumentöpfe oder Plastikbehälter herumliegen zu lassen – sprich alles, worin sich Wasser sammeln kann.

*Aedes-Mücken wandern von ihrem Schlupfloch gewöhnlich wenige Hundert Meter weg.

Symptome und Behandlung

Denguefieber wird wegen der grippeähnlichen Symptome oft nicht richtig erkannt. Verdacht darauf besteht laut WHO jedoch, sobald zum Fieber (das fünf bis sieben Tage anhält) noch Hautausschläge hinzukommen, Schmerzen hinter den Augen und in den Muskeln sowie starke Gelenkschmerzen – weshalb die Krankheit auch Knochenbrecherfieber genannt wird.

Ein Mittel gibt es noch nicht dagegen, aber meist helfen Bettruhe und viel Flüssigkeit. Die Patienten müssen allerdings ärztlich überwacht werden für den Fall, dass ein hämorrhagisches Denguefieber oder ein Dengue-Schocksyndrom auftritt. Dazu kommt es mitunter, nachdem das Fieber bereits zurückgegangen ist und es dem Patienten augenscheinlich besser geht. Diese schwerer verlaufende Formen der Krankheit können tödlich enden. Die Symptome? Unter anderem starke Schmerzen im Bauch, anhaltendes Erbrechen, Nasen- und Zahnfleischbluten, Teerstuhl sowie stecknadelkopfgroße rote Punkte auf der Haut, die von kleinen Blutungen verursacht werden. Zum Krankheitsbild beim Dengue-Schocksyndrom gehören oft noch Unruhe, extremer Durst, Blässe, kalte Haut und ein sehr niedriger Blutdruck.

Da es sich ja um eine Virus- und keine bakterielle Infektion handelt, sind Antibiotika hier leider keine Hilfe. Außerdem sollte der Patient sicherheitshalber keine Entzündungshemmer wie Aspirin oder Ibuprofen einnehmen, denn sie verstärken die Blutungsneigung. Es gibt beim Denguefieber vier Virustypen und man kann mehrmals daran erkranken.

Sollte man sich tatsächlich infizieren, ist unbedingte Bettruhe und viel trinken geboten. Am besten bleibt man möglichst unter einem Moskitonetz, damit die Blutsauger nicht zum Zug kommen und die Krankheit nicht an andere weitergeben können.

Lässt sich Moskitostichen eigentlich auch vorbeugen? Helfen kann lange Kleidung mit langen Ärmeln und ein Mückenschutzmittel. Stechmücken können zwar den ganzen Tag über zustechen, aber zwei Stunden nach Sonnenaufgang und vor Sunnenuntergang sind sie am aktivsten. Da bleibt man dann am besten drinnen. Ein guter Schutz ist auch, unter einem Moskitonetz zu schlafen, das mit einem Insektenschutzmittel eingesprüht wurde.

Vielleicht lässt sich dass Denguefieber ja irgendwann mit einem Impfstoff in den Griff bekommen.

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Kategorie(n): Allgemein

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