Vitamine und Mineralstoffe im Mangel.

 

Tatsächlich sind wir durch unser „modernes“ Ernährungsverhalten gut mit einzelnen Mikronährstoffen versorgt und die Referenz- bzw. Empfehlungswerte werden einige Male problemlos erreicht. Vor allem an solchen Mikronährstoffen, die in Fleisch reichlioch enthalten sind (zum Beispiel Vitamin A), mangelt es eher selten. Grund ist der zunehmende Fleischverzehr. Andere Vitamine und Mineralstoffe hingegen, deren wichtige Quellen pflanzlichen Ursprungs sind, können nicht so zufriedenstellend abgedeckt werden.

Mangel-Vitamin D:

Streng genommen ist Vitamin D kein Vitamin, sondern die Vorstufe eines Hormons. Im Körper ist es für zahlreiche biologische Abläufe verantwortlich. Dazu zählen unter anderem die Regulierung des Calcium- und Phosphathaushalts sowie deren Bereitstellung für den Knochenaufbau, die Unterstützung der Immunfunktion, die Hemmung des Zellwachstums von Tumorzellen, seine Wirkung im Rahmen des Zuckerstoffwechsels und der Insulinausschüttung oder auch nervenschützende Effekte.

Die „Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr“ legen einen Wert von 20 Mikrogramm (mcg) Vitamin D pro Tag nahe, um ausreichend mit diesem lebenswichtigen Mikronährstoff versorgt zu sein. Dem gegenüber stehen laut Ernährungsbericht mittlere Zufuhrwerte von 2,3 mcg/Tag (Männer) und 1,8 mcg/Tag (Frauen).

Dass die Zufuhr  an Vitamin D über die Ernährung nicht vollends abgedeckt werden kann, ist weithin bekannt. Die Vitamin-D-Versorgung erfolgt nur zum Teil über die übliche Ernährung. Der menschliche Organismus bildet dieses lebenswichtige Vitamin mit Hilfe der Sonne auch selbst (endogene Synthese) – vorausgesetzt, man verbringt ausreichend Zeit bei Tageslicht im Freien, und Teile des Körpers werden mit Sonne bestrahlt. Dann können wesentliche Anteile des täglichen Bedarfs abgedeckt werden.

Dennoch ist die Vitamin-D-Versorgung über die Ernährung allzu oft unzureichend und die Spanne zwischen Vitamin-D-Einnahme und einem guten Vitamin-D-Status ist zu groß, um sie allein durch die Eigensynthese auszugleichen. Vor allem lange Wintermonate oder zu wenige Aufenthalte im freien schränken hier ein. Kein Wunder also, dass mehr und mehr Wissenschaftler und Therapeuten dazu raten, ergänzende Präparate einnehmen.

Mangel-Vitamin E:

Vitamin E ist weithin bekannt u.a. aufgrund seines großen antioxidativen Potentials, also der Fähigkeit, vor schädlichen Molekülen (Freie Radikale) zu schützen. Auch hier liegt die Zufuhr um Mittel unterhalb der Empfehlungs- bzw. Referenzwerte. So erreicht beispielsweise die Gruppe der 15- bis 19-jährigen Männer nur knapp 10 der empfohlenen 15 mg täglich.

Zwar wird in dem Ernährungsbericht eingeräumt, dass die Ermittlung der Vitamin-E-Werte überwiegend auf Basis von alpha-Tocopherol vorgenommen wurde und weitere Vitamin-E-Verbindungen ohne Berücksichtigung waren, dennoch kann die Versorgungslage im Allgemeinen nicht als zufriedenstellenden angesehen werden.

Mangel-Vitamin Folat:

Folat ist ein Vitamin, dessen Wirkung auf verschiedene Folatverbindungen zurückzuführen ist. Es hat vielfältigen Einfluss auf die Teilung und Neubildung von Zellen. Frühe Zeichen einer Unterversorgung sind zum Beispiel Blutbildstörungen. Während der Schwangerschaft wird eine ausreichend hohe Versorgung unbedingt empfohlen, um einem sog. Neuralrohrdefekt (Fehlbildung im Bereich der Wirbelsäule) vorzubeugen.

Die versorgungslage ist auch hier alles andere als zufriedenstellend. Die empfohlenen 400 Mikrogramm Nahrungsfolat für Jugendliche und Erwachsene werden im Durchschnitt nur knapp zur Hälfte erreicht.

Mangel-Mineral Calcium:

Calcium stärkt Knochen und Zähne. Ein chronischer Mangel an Celcium kann in den späteren Lebensjahren eine Osteoporose begünstigen. Andere calciumabhängige Bereiche sind zum Beispiel die Stimulation der Kontraktion der Muskelzellen, Signalübertragung zwischen den Nervenzellen, Stabilisierung der Zellmembranen, Funktionen bei der Zellteilung und Zellspezialisierung etc.

Die empfohlene Zufuhr für Erwachsene ab dem 19. Lebensjahr beträgt gemäß Referenzwert-Liste 1000 mg täglich. Demgegenüber stehen erreichte rund 800 mg bei den Männern und rund 740 mg bei den Frauen. Die große Gruppe der älteren Menschen zwischen 65 und 80, deren Bedarf of auch höher eingeschätzt wird, schneidet laut Ernährungsbericht besonders schlecht ab und liegt noch deutlich unterhalb der schon geringen Durchschnittswerte. Ähnlich alamierend sieht es bei der Gruppe der jugendlichen Frauen aus. Statt der empfohlenen 1200 mg Calcium pro Tag wurden nur knapp 690 mg erreicht.

Mangel-Mineral Eisen:

Eisen ist ein wichtiger Bestandteil des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin), der für den Sauerstofftransport im Körper verantwortlich ist. Darüber hinaus ist Eisen ein entscheidender Bestandteil zahlreicher Bio-Katalysatoren und an der Steuerung des Wachstums sowie des Immunsystems beteiligt.

Die Referenz- bzw. Empfehlungswerte für Eisen variieren je nach Alter und Geschlecht. Mit Einsetzen der Monatsblutung steigt der Eisenbedarf und wird für jugendliche Mädchen und Frauen vor der Menopause mit 15 mg/Tag angegeben. Demgegenüber stehen erreichte Zufuhwerte unterhalb von 10 mg. Bei Männern sieht die Versorgung hingegen gut aus und die empfohlenen Tagesmengen werden – mit Ausnahme der männlichen Jugendlichen, die knapp unterhalb der Empfehlung liegen – problemlos erreicht.

Die Liste der Mangel-Mikronährstoffe ließe sich zweifellos fortsetzen. So würden beispielsweise Magnesium und Jod noch einige Zeilen verdienen, oder – bei Betrachtung bestimmter Personen- und Altersgruppen – auch weitere Vitamine und Mineralien.

Nicht zu vergessen sind die Millionen Menschen, deren Vitalstoffbedarf unweigerlich erhgöht ist: Kranke und Rekonvaleszente; Personen mit Nährstoffmangel; Personen mit Verdauungs- und Stoffwechselstörungen; Personen mit chronisch hohem Konsum von Genussmitteln; Personen mit regelmäßiger Medikamenteneinnahme.

Was muß geschehen und geändert werden? Antwort im folgenden Artikel.

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Kategorie(n): Allgemein

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