Großkonzerne beherrschen die weltweite Nahrungsmittelversorgung

Der Weltmarkt für Nahrungsmittel wird von 10 Groß-Konzernen kontrolliert, u.a. Nestle, Cargill, Dreyfus. Sie bestimmen darüber, wer hungert und wer verhungert: durch maximale Profiterziehlung, wirtschaftliche Knebelung, eine spekulative Preispolitik. Die Ergebnisse sind erschütternd (Abb. 1).

Abb1Jean Ziegler spricht in seinem Buch „Wir lassen sie verhungern: Die Massenvernichtung in der Dritten Welt“ von einem organisierten Verbrechen. „Täter sind die, die den Weltmarkt für Nahrungsmittel beherrschen. Wir sind nicht die Täter, aber solange wir nichts unternehmen, sind wir Komplizen“, stellt Jean Ziegler fest. Die Weltlandwirtschaft kann jedoch nach Feststellung des Welternährungsberichtes 2012 problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren. Es gibt keinen Mangel an Nahrungsmitteln, sondern eine bewusst herbeigeführte und zudem von Steuermitteln subventionierte Überproduktion. Damit ist die oft von den Saatgut angeführte Schutzbehauptung zur Genmanipulation als Hungeerbekämpfung völlig absurd. Tatsächlich werden etliche Tonnen an Lebensmitteln vernichtet. Zudem landen allein in Deutschland jedes Jahr bis zu 15 Millionen Tonnen im Müll.

Mittels Produktion und Kontrolle von meist genmanipuliertem Saatgut entscheiden bereits heute nur vier Großkonzerne weitgehend über die Zukunft der weltweiten Landwirtschaft: Monsanto, Du Pont, Dow und Syngenta. Monsanto, wir erinnern uns, war der Hauptlieferant eines der giftigsten Chemikalien: „Agent Orange“, welches im Vietnamkrieg zur Entlaubung der Wälder eingesetzt wurde. Syngenta ist weltweit der größte Agrar-Chemikalien-Konzern. Alle diese globalen Unternehmen halten spezielle Patente auf Saatgut. Der Bauer muss dieses patentierte Saatgut teuer einkaufen, um säen und ernten zu können. Das geschieht gleich im Doppelpack mit Pflanzenschutzmitteln – Herbiziden und Pestiziden. Ein äußerst profitables Koppelgeschäft dieser Produzenten. Bei Verstößen werden Kolonnen von Konzern-Juristen mobil gemacht und es drohen harte finanzielle Konsequenzen. Mittels geziehlt geschaffener Gesetze wird das Recht der Menschen auf Saatgut- und Nahrungsmittelfreiheit Schritt für Schritt aufgehoben.

Auch die deutschen Konzerne BASF und Bayer mischen in diesem Milliarden-Geschäft mit Saatgut kräftig mit. BASF ist 1990 in die Genmanipulation eingestiegen. 2011 hatte BASF die meisten Patentanmeldungen im Bereich der Pflanzenbiotechnologie zu verzeichnen. Enge Beziehungen wurden auch zu dem Branchen-Weltführer Monsanto aufgebaut. Bayer ist seit Jahrzehnten im Geschäft mit gentechnisch veränderten Pflanzen tätig, die gegen das von ihnen gleichzeitig produzierte Unkrautvernichtungs-Gift Glufosinat resistent sind.

Gene aus fremden Organismen, einschließlich Bakterien, werden in Pflanzen hineinmanipuliert, um diese unempfindlich gegen Insektenfraß oder Spritzmittel zu machen. So sollen dem Landwirt vordergründig höhere Erträge, den Herstellern aber vor allem Maximalprofite ermöglicht werden. Ein solches Herbizid ist Glufosinat. Der Wirkstoff ist als krebserregend, erbgutschädigend und fortpflanzunghsgefährdend eingestuft. Er kann Missbildungen bei Föten verursachen. Darüber hinaus wirkt er auch toxisch auf viele im Wasser lebende Tiere. Er greift ebenso das Nervensystem von Säugetieren und Menschen an. Eine Neuzulassung musste schließlich durch eine Verordnung des EU-Parlaments vom 13. September 2009 verboten werden. Allerdings ist das Problem damit nicht beseitigt. Genmanipulierte Rapspflanzen, die mit Glufosinat behandelt wurden und so dagegen resistent sind, wachsen auch trotz intensiver Versuche, das Feld von Samen dieser transgenen Pflanzen zu säubern, noch nach 10 Jahren munter weiter. Das seit über 30 Jahren am meisten verkaufte Breitbandherbizid Glyphosat (u.a. Handelsname „Roundup“ von Monsanto) ist gegen fast alle „Unkräuter“ wirksam. Weltweit wurden 2010 ca. eine Millionen Tonnen in der Landwirtschaft (hier bei genmanipuliertem Weizen, Raps, Mais, Sojabohnen und Zuckerrüben) sowie auch in Kleingärten eingesetzt. Allein in Deutschland wurden 4000 bis 7000 Tonnen ausgebracht. Diese Gifte werden überall, u.a. in den Gartencentern und Baumärkten verkauft.

Die gesundheitlichen Risiken sind beträchtlich

Schädigung menschlicher Zellen und Störungen der Embryonalentwicklung bei Wirbeltieren, krebserregend, erhöhte Rate an Fehlgeburten und Krebserkrankungen (Lateinamerika). Umweltrisiken nehmen durch immer höheren Ensatz infolge von Resistenzbildungen weiter zu, so etwa die Vernichtung der Wildkrautflora, der Verlust von Nahrungsquellen und Lebensräumen, die Entwicklung von Schadpilzen und die Zunahme negativer Einflüsse auf das Wurzelsystem. Die EU-weite Zulassung wurde trotzdem bis 31.12.2015 verlängert. Der Wahnsinn ist allerdings noch steigerungsfähig. Gentechnisch manipuliertes Saatgut, sogenanntes „Terminator-Saatgut„, welches nur eine Fruchtfolge zulässt, macht die Landwirte und über die Nahrung auch alle Menschen total abhängig vom Saatguthersteller. Es wird sichergestellt, dass dieses Saatgut jedes Jahr vom Landwirt neu erworben werden muss. Profit und Macht dieser Großkonzerne sind so auf Dauer gewährleistet. Insgesamt kontrollieren die 10 umsatzstärksten Saatgut-Unternehmungen bereits drei Viertel des gesamten Saatgut-Weltmarktes. Sie entscheiden, welches Saatgut mit welchen Gewinnaussichten zugelassen wird oder nicht. Ein riesiges Lobbynetzwerk beeinflusst weltweit den Gesetzgebungsprozess zugunsten dieser Großkonzerne. Es ist auch kein Zufall, dass die umsatzstärksten Saatgutkonzerne entweder selbst im Agrar-Chemie-Geschäft tätig oder über Tochterfirmen mit dieser Branche verflochten sind. Es ist ein abscheuliches Geschäft mit dem Erbgut unserer Natur.

Der unheilvolle Vergleich mit der Pharmaindustrie stellt sich dar

Hier geht es im Wesentlichen darum, mittels patentierter Medikamente, die nicht die Ursachen der profitablen Volkskrankheiten beseitigen, ein gesundheitsfeindliches Geschäft mit der Krankheit dauerhaft aufrecht zu erhalten. Ohne Nebenwirkungen auch keine Hauptwirkung, heißt ein Grundsatz dieser konventionellen Pharma-Medizin. Verschwiegen und bekämpft werden im Interesse von Milliarden-Gewinnen dieser Pharmakonzerne alternative, wissenschaftlich fundierte Behandlungsmethoden mit Naturstoffen, wie die Zellular Medizin, weil diese imstande sind, Krankheiten wirksam einzudämmen – ohne Nebenwirkungen, gleichwohl aber die Ursache beseitigend.

Die Wirtschaftsgiganten der chemisch-pharmazeutischen Industrie, der Nahrungsmittelindustrie und der Biotechnologie eignen sich beständig biotechnologische Lebensgrundlagen an, manipulieren Gene, monopolisieren die Nahrung, das Wasser und die Gesundheit der Menschen. Eine nachhaltige Bodennutzung, die Erhaltung der Artenvielfalt, gesunde Lebensmittel, eine gesunde Umwelt und gesunde Menschen stehen einem schnellen, dauerhaften und steigerungsfähigen Profit im Weg. Die weltweite Nahrungsversorgung in der Hand weniger Großkonzerne wird damit zu einer hochgefährlichen „Bio-Waffe“. Potentiellen Wettbewerbern oder nicht willigen Ländern könnte der Nahrungsmittel-Hahn einfach abgedreht werden. So können ohne heißen Krieg Rohstoffressourcen gesichert oder Länder ökonomisch unterworfen werden.

Abb2Freie Marktwirtschaft und Demokratie sind mit dieser hegemonialen Wirtschaftspolitik ausgehebelt oder werden vollends ausgelöscht (Abb.2). Die Menschen werden zu Leibeigenen dieser Monopole. Selbst Regierungen und Staaten müssen sich dem Diktat machtvoller Großkonzerne unterordnen. Ihre Aufgabe ist lediglich daraauf reduziert, dieses totalitäre System rechtlich und politisch zu schützen, notfalls auch mit polizeilicher oder militärischer Gewalt. Ein Blick auf die seit 5 Jahren andauernde Finanz- und Wirtschaftskrise und des weltweiten Kampfes zur Rohstoffsicherung zeigt das allzu deutlich. Das ist ein Dauerkrieg gegen Demokratie und Menschenrechte. Deshalb stehen wir an einem entscheidenden Wendepunkt. Lassen wir diese Entwicklungen weiter zu oder erkennen wir die historische Notwendigkeit zur Verteidigung unserer unveräußerlichen Menschenrechte, des Rechts auf Gesundheit und Leben, des Rechts auf natürliche Nahrung.

Auf welche unübersehbare Risiken der Genmanipulation für die Gesundheit der Natur hingewiesen wird, lesen sie im folgenden Artikel.

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Kategorie(n): Allgemein

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