Gesundheit auf dem Speiseplan

Biologisch aktive Pflanzenstoffe

Ob für einen gesunden Stoffwechsel, einen abwehrstarken Organismus oder Leistungsfähigkeit und Vitalität im Berufs- und Alltagsleben: eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist von grundlegender Bedeutung für unser Wohlbefinden.

Einen entscheidenden Beitrag hierzu leisten Mikronährstoffe. Obwohl sie im Vergleich zu den sogenannten Makronährstoffen nur in sehr kleinen Mengen benötigt werden, gehören sie zu den wesentlichen Bestandteilen unserer Nahrung. Viele Funktionen unseres Körpers wie zum Beispiel die Produktion von Energie, das Wachstum oder Abwehrfunktionen sind ohne Mikronährstoffe undenkbar und Krankheiten sind bei einem andauernden Mangel praktisch vorprogrammiert.

Zu den Mikronährstoffe zählen Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sowie die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe. Während sich über die Bedeutung von Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen bereits ein gutes Grundwissen in der Bevölkerung gefestigt hat, wird die Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe leider oftmals nur wenig bedacht. Zu Unrecht: denn sie umfassen eine Vielzahl hoch effektiver und gesundheitlich wertvoller biologisch aktiver Pflanzenstoffe.

Biologisch aktive Pflanzenstoffe nehmen eine wichtige Position in dem großen Puzzle der Nährstoffanforderungen unseres Körpers ein. Und sie sind essentiell: unser Körper kann biologisch aktive Pflanzenstoffe ebenso wie die meisten Vitamine nicht selbst herstellen und ist auf eine Zufuhr mit der Nahrung angewiesen. Die Tatsache, dass wir den Nährstoffanforderungen unseres Körpers möglichst gerecht werden sollten, um die Gesundheit zu erhalten, spricht also entschieden auch für die ausreichende Versorgung mit bestimmten sekundären Pflanzenstoffen.

Jedoch müssen wir uns auch hier die Frage stellen, wie gut oder schlecht die Versorgung mit diesen lebensnotwendigen Mikronährstoffen ist. Ist unsere tägliche Ernährung gut genug, um uns ausreichend mit Mikronährstoffen zu versorgen? Liefert das in vielen Supermärkten angebotene Obst und Gemüse noch die Nährstoffe, die es unter Berücksichtigung moderner und ertragsorientierter Anbauverfahren auch früher geliefert hat? Lässt es der Alltag überhaupt noch zu, bewusst einzukaufen und Nahrungsmittel schonend zuzubereiten? Diese Fragen sind heftig diskutiert und spalten selbst Gruppen vieler Natur- und Ernährungswissenschaftler. Wie würden sie antworten, wenn sie sich diese Fragen stellen würden?

Biologisch aktive Pflanzenstoffe für die Gesundheit

Was glauben sie, warum z.B. in Indien viele Krankheiten nahezu unbekannt sind? Beobachtungen zufolge erkranken dort sehr viel weniger Menschen an der Demenzkrankheit Alzheimer als in Europa. Und auch Erkrankungen wie Darmkrebs sind seltener. Was bei uns als schlichtes Gewürz oder Gewürzbeimischung bekannt ist, gilt in Indien als bewährte Heilpflanze: Die Rede ist von Curcumin, das in Indien vergleichsweise viel konsumiert wird.

Curcumin ist ein zellschützendes und immunstärkendes Pflanzenextrakt, das aus der Wurzel der Kurkuma-Pflanze gewonnen wird und in der traditionellen Heilkunst seit mindestens 3000 Jahren Anwendung findet.

Oder was denken sie, warum dem Rotwein oder dem Saft roter Trauben eine Vielzahl positiver Wirkungen für die Gesundheit zugesprochen wird? Mit dafür verantwortlich ist das sogenannte Resveratrol, ein vor allem in der Haut und den kernen roter Trauben reich enthaltener Pflanzenstoff. Dort ist es in seiner Wirkweise ein Phytoalexin, ein Bestandteil des pflanzeneigenen Abwehrsystems (gr. phytos = „Pflanze“, alekein = „abwehren“ ), zum Schutz von Viren, Pilzen sowie schädlichen Umwelteinflüssen. Eben solche Wirkungen sind es auch die Resveratrol im menschlichen Stoffwechsel entfalten kann und für den Schutz und Erhalt der Gesundheit so wertvoll macht.

Können sie sich vorstellen, dass verschiedene Kohlgemüse über ein enormes Gesundheitspotential verfügen? Kohlgemüse zählt zur Familie der Kreuzblütler, die mit ihrem hohen Anteil an biologisch aktiven Pflanzenstoffen eine wichtige Bereicherung für eine bewusste Versorgung unseres Körpers mit schützenden Nahrungsfaktoren sind. Von besonderer Bedeutung sind die sogenannten Glukosinolate. Glukosinolate sind schwefelhaltige Moleküle, die Kohlgemüse ihren typisch bitteren Geschmack verleihen. Unsere Gesundheit fördern sie unter anderem durch ihre keim-, viren- und pilzhemmende Wirkung.

Die Liste wertvoller Pflanzen und pflanzlicher Extrakte ist lang. Seit Jahrtausenden wissen die Menschen um deren besondere Stellung und haben sich ihre Wirkung zu Nutze gemacht. Pflanzen und pflanzliche Extrakte wurden gezielt eingesetzt, um Krankheiten und gesundheitliche Beschwerden zu lindern und das Wohlbefinden zu steigern. Für unsere Vorfahren galt die Verwendung als selbstverständlich, oftmals ohne exakt zu wissen, worauf die Wirkungen einzelner Pflanzen und deren Extrakte beruhen.

Ist es nicht ein faszinierender Gedanke, dank innovativer Forschungsarbeiten und mit Hilfe so „einfacher“ Naturstoffe Krankheiten vorzubeugen, das Herz-Kreislauf-System zu schützen, die Abwehrkräfte zu fördern oder sogar von Anti-Aging-Effekten zu profitieren?

In der heutigen Zeit haben wir Menschen entscheidende Vorteile: Die Wissenschaft liefert uns differenzierte Erklärung für die Wirkungsweise von Pflanzen und Kräutern. Viele der wertvollen Pflanzenbestandteile stehen uns in optimal definierter Menge und Zusammensetzunt zur Verfügung. Neben den bereits hoch eingeschätzten Polyphenolen des Grünen Tees rücken immer wieder auch pflanzliche Extrakte aus roten Trauben, bestimmten Wurzel- sowie Obst- und Gemüsesorten in den Fokus der Wissenschaft. Zusammenfassend lassen sie sich als „Phytobiologika“ beschreuben: in ihrer Struktur bekannte Pflanzenstoffe, die einen gesunden Zellstoffwechsel fördern und so entscheidend zur Gesundheit des Menschen beitragen.

Was beweisen wissenschaftliche Studien?

Dazu mehr im nächsten Artikel.

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Kategorie(n): Allgemein

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