Pharma-Investmentgeschäfte

Keine Zulassung – Merck stürzt ab

Kaum gab das Komitee der Europäischen Arzneimttelbehörde (CHMP) seine Empfehlung ab, „Cladribin“, Mercks „Hoffnungsträger für Multible-Sklerose-Patienten“, nicht zuzulassen, schon brach der Aktienkurs empfindlich ein. Die Vorteile des neuen Präparats würden die Risiken nicht aufwiegen, urteilte das CHMP und verwies dabei auf Fälle von Krebserkrankungen bei Patiententests und das Auftreten von Leukopenie (Rückgang der weißen Blutkörperchen, bes. infolge Knochenmarksschädigung).

Dies gelte besonders, da MS-Patienten das Medikament ihr Leben lang anwenden müssen. Der Rückschlag fällt für Merck umso schwerer aus, weil man von einer reibungslosen Zulassung ausgegangen war.Zudem dürfte die Entscheidung auch Auswirkungen auf das Verfahren bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde haben, da die FDA im Vergleich zur EMA als sicherheitsbewusster gilt.

Kommentar von Rath international

„Hoffnungsträger“ war das Präparat wohl in erster Linie aus dem Profitinteresse der Pharmabranche. Einmal mehr spiegelt sich hier das Investmentgeschäft wider, mit dem Körper als Marktplatz. Bezüglich der beanstandeten Nebenwirkungen ist bemerkenswert, dass „Cladribin“ bisher als Zytostatikum bei der Haarzell-Leukämie zugelassen ist.

Über admin

http://www.gesundheit-machbar.de/wp-admin/edit-comments.php?p=78

Kategorie(n): Allgemein

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.