Novartis

Geschäftspraktiken eines Pharmakonzerns

Die Aussicht auf große Gewinnmargen macht erfinderisch. Sein Arzneimittel „Lucentis“ (eingesetzt bei Patienten mit makula-Degeneration) vertreibt der Schweizer Pharmariese NOVARTIS in Ampullen mit 0,23 ml Inhalt, zum Marktpreis von 1200 €. Die pro Behandlung benötigte Menge beträgt jedoch weniger als ein Viertel dessen (0,05 ml); der Großteil der teuren Flüssigkeit landet also jedes Mal im Ausguss. – Ganz im Sinne des Herstellers, denn die eigentlichen Produktionskosten sind minimal. Nicht so die Profite, die der Konzern dank des kräftigen Preisaufschlags mit dem patentgeschützten „Lucentis“ macht: 2,4 Mrd. Dollar hat NOVARTIS in 2012 umgesetzt, immerhin rund 4 % des Gesamtumsatzes. Durchkreuzt wird dieses Geschäftsgebaren von einer kleinen Pharmafirma, welche die großen Fläschchen „auseinzelt“, also in kleinere, sofort gebrauchsfertige Spritzen umfüllt, ohne den Inhalt zu verändern, und diese weitaus günstiger anbietet. Eine Vorgehensweise, die auch den Krankenkassen entgegenkommt. NOVARTIS dagegen reichte Klage ein – und verlor bislang: sowohl im Landgerichtsurteil, als auch vor dem Europäischen Gerichtshof, und nicht zuletzt auch wieder deutlich an Image.

Verschärft wird NOVARTIS Gesichtsverlust durch neuerliche Korruptionsvorwürfe in China im Zusammenhang mit seiner Tochterfirma ALCON. In mehr als 200 Krankenhäusern soll das Unternehmen Ärzten Bestechungsgeld angeboten haben, um den Verkauf seiner künstlichen Augenlinsen anzukurbeln. Außerdem seien erfundene Erfahrungsberichte von Patienten verbreitet worden.

Kommentar von Rath international

In den Augapfel injiziert, soll der in „Lucentis“ enthaltene wirkstoff Ranibizumab das unkontrollierte Wachstum von Blutgefäßen unterdrücken. In der Praxis kommt daher auch der als Krebs-Medikament berüchtigte Angiogenese-Hemmer des Konkurrenten ROCHE „Avastin“ (Bevacizumab) im so genannten „Off-Label-Use“ – Verfahren zum Einsatz. Entsprechend lang ist die Liste der Nebenwirkungen, die von Infektionen des Auges selbst sowie dessen Erblindung, über eine generell erhöhte Entzündungsneigung, Wundheilungsstörungen, Beeinträchtigung des Nervensystems, Schmerz- und Taubheitsempfindungen, Atemnot, Harnwegsinfektionen, störungen in der blutbildung, Gefäßverschlüssen, Herzproblemen, bis hin zu Krebs reicht. Hingegen bestätigen immer mehr Forschungsergebnisse , dass Mikronährstoffe (u.a. Carotinoide, ω-3 Fettsäuren) in der Lage sind, die Zellfunktionen auf natürliche Weise zu regulieren, ohne den Organismus mit gefährlichen Nebenwirkungen zu belasten.

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Kategorie(n): Allgemein

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