Entwicklungsstopp

Wirkstoffe ohne gesundheitliche Wirkung

In Zeiten da auslaufende Patente die Milliardenumsätze großer Pharmaunternehmen empfindlich bedrohen, treffen Rückschläge bei der Entwicklung neuer Präparate umso härter. Damit konfrontiert sieht sich auch der französische Pharmakonzern Sanofi: Gleich zwei neue Substanzen verfehlten bei Tests eine gesundheitliche Wirkung; zum einen das Lungenkrebsmedikament „Iniparib“, für welches bis 2018 bereits jährliche Umsätze von bis zu 360 Mio. $ einkalkuliert waren; zum anderen den Gerinnungshemmer „Otamixaban“, der mit jährlich bis zu 270 Mio. $ veranschlagt wurde, aber im Test weder half, das Sterberisiko zu vermindern noch die Wahrscheinlichkeit von Herzinfarkten. Auch der zweitgrößte britische Pharmakonzern Astra-Zeneca, dessen Entwicklungspipeline schwach besetzt ist, musste sein Arthritis-Medikament „Fostamatinib“ vorzeitig stoppen. Der „Hoffnungsträger“ versagte bei fortgeschrittenen Studien. Schätzungen beziffern den Markt für Arthritis-Medikamente gegenwärtig auf jährlich 20 Milliarden Dollar.

Kommentar von Rath international:

Auch wenn für die betroffenen Pharmaunternehmen die unmittelbar anfallenden Verluste noch als überschaubar gelten, kann die Situation nicht über die zunehmenden Probleme beim Kreieren neuer Patente hinwegtäuschen. Die Strategie, sich bei Forschung und Entwicklung an aufstrebende Bio-Tech-Firmen zu halten und ihnen gegebenenfalls das Risiko eines Scheiterns zu überlassen, bietet – angesichts der sich durchsetzenden Alternativen der wissenschaftlich begründeten Naturheilverfahren – auf Dauer jedenfalls keinen Ausweg vor dem Ende des Investmentgeschäfts mit der Krankheit.

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Kategorie(n): Allgemein

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