Schlaganfall

Vermehrte Hirnblutungen mit ASS (z.B. Aspirin)

Die Akuttherapie von Schlaganfallpatienten mit Acetylsalicylsäure (ASS) bringt keinen Zusatznutzen, dafür aber erhebliche Nebenwirkungen. Dies dokumentiert die ARTIS-Studie, deren Ergebnisse im Fachblatt The Lancet veröffentlicht sind. An ihr nahmen 642 Patienten in 37 niederländischen Zentren teil, die unmittelbar nach einem ischämischen Schlaganfall behandelt wurden. Die Studie musste vorzeitig abgebrochen werden, weil die Häufigkeit von Hirnblutungen in der ASS-Gruppe um mehr als das Dreifache stieg, wobei dieses Risiko sogar noch über drei Monate anhielt. Ziel der sogenannten Lyse-Therapie ist die Auflösung von Gefäßverschlüssen in der Frühphase nach einem Hirninfarkt, um Folgeschäden zu mindern („Sekundärprävention“ ). Verabreicht werden hierfür Medikamente, welche über die Aktivierung von bestimmten Enzymen die Blutgerinnung unterdrücken. Die Erfolgsaussichten hängen in erster Linie vom Zeitpunkt der Notbehandlung ab. Und sie sind mäßig: Bei etwa der Hälfte der Patienten lassen sich die Gefäße zwar wieder öffnen. Allerdings kommt es bei 14 bis 34 Prozent erneut zu einem Verschluss. Bessere Resultate erhofften sich die Autoren der ARTIS-Studie von der Kombination mit dem Wirkstoff ASS, der die Aggregation von Thrombozyten hemmt, und stießen – wider Willen – auf dieses vernichtende Ergebnis.

Kommentar von Rath international:

Einmal mehr verdeutlicht die Untersuchung der niederländischen Neurologen auch das gefahrenpotenzial des vermeintlich harmlosen Alleskönners „Aspirin“. Die wirksamste Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Krankheiten liegt nachweislich in der Prävention bzw. ursachenorientierten Therapie. So ist mehrfach wissenschaftlich belegt, dass Mikronährstoffe in der Lage sind, atherosklerotische Ablagerungen – die Hauptursache von Herzinfarkt und Schlaganfall – auf natürliche Weise rückgängig zu machen, ohne schädliche Nebenwirkungen! Dagegen gibt es trotz jahrzehnterlanger, milliardenschwerer Pharmaforschung kein einziges Arzneimittel, das imstande wäre, Herzinfarkt und Schlaganfall ursachenorientiert vorzubeugen.

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Kategorie(n): Allgemein

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