Antibiotika oder nicht?

Die Diskussion um den Einsatz von Antibiotika bei bakteriellen Infektion gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Was versteht man unter bakteriellen Infektionen?

Bakterielle Infektionen gehören zu den häufigeren Erkrankungen, insbesondere der oberen und unteren Atemwege, der Harnwege, der Haut und des Magen-Darmtraktes. Bakterien sind Kleinstlebewesen, sogenanntew Mikroorganismen, die unseren Körper befallen. Je nach Fitness des Immunsystems oder nach menge und Aggressivität der Bakterien fällt eine Infektion sachter oder stärker aus.

Eine bakterielle Infektion kann durch Körperkontakt mit infizierten Menschen oder durch gemeinsam genutzte Gegenstände erfolgen, durch Tröpfcheninfektion beim Niesen, Husten von infizierten Menschen oder auch durch Kontamination z.B. von Lebensmitteln.

Bakterien haben einen eigenen Stoffwechsel und gebrauchen im Gegensatz zu Vieren keine Wirtszellen zur Vermehrung. Einige Bakterien haben selbst schädigendes Potenzial, andere bilden Toxine und schädigen dadurch.

Die bekanntesten Bakterien sind Kokken wie Staphylokokken, Streptokokken und Pneumokokken. Außerdem bekannt sind Salmonellen und Escheria coli.

  • Zu den Streptokokken zählt eine Vielzahl von Bakterien, die in verschiedene Untergruppen unterteilt werden. Diese Untergruppen können unterschiedliche Infektionen hervorrufen. Zu den Erkrankungen, die durch Streptokokken ausgelöst werden, gehören unter anderem Angina, Scharlach und hauterkrankungen wie Erysipel (Wundrose). Außerdem sind Streptokokken der verschiedenen Untergruppen oftmals Ursache für Entzündungen im Hals- und Rachen sowie im Nasenhöhlenbereich (Sinusitis).
  • Staphylokokken sind unter natürlichen Bedingungen auf unserer Haut und Schleimhaut zu finden. Sie sind eine der wichtigsten krankmachenden Bakterienstämme. Insbesondere in Krankenhäusern haben sich esistente Stämme dieses Erregers gebildet. Diese gefährliche Unterart der Staphylokokken ist Staphylokokkus aureus, auch „MRSA“ genannt, was für multi-resistent-Staphylokokkus aureus steht, da er eine resistenz gegen viele Antibiotika entwickelt hat.
  • Pneumokokken sind Bakterien, die für verschiedene Erkrankungen verantwortlich gemacht werden können. Und auch hier gibt es eine Vielzahl verschiedener Typen. Oft sind sie die Ursache von bakteriellen Lungen- und Mittelohrentzündungen. Von den durch Pneumokokken verursachten Erkrankungen ist vor allem die Hirnhautentzündung sehr gefürchtet.
  • Escheria coli ist Teil der physiologischen Darmflora. Pathologisch ist er der Haupterreger von Harnwegsentzündungen, ebenso wie Enterokokken. Bakterien der Art Escherichia coli (E.coli) sind in der Regel harmlose Darmbakterien, die natürlicherweise im Darm vorkommen. E.coli-Bakterien können jedoch Zellgifte (Toxine) produzieren, die zu Krankheitsbeschwerden führen. Eine besonders gefährliche Unterart dieses Bakteriums ist Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) und aktuell in Deutschland für eine Erkrankungswelle verantwortlich.

Die bakteriellen Erreger haften nach dem Eindringen an der Schleimhaut des Organs an und vermehren sich dort. Haben sie sich erst einmal auf der jeweiligen Schleimhaut breit gemacht, verursachen sie meist eitrige Entzündungen.

Ob Antibiotika verwendet werden soll oder nicht gehen die Meinungen teils weit auseinander. Viele Therapeuten und Wissenschaftler sind sich einig: Antibiotika werden viel zu oft verschrieben. Andere wiederum wollen auf Nummer sicher gehen, greifen zum Rezeptblock und verschreiben Antibiotika. Dabei drängen mitunter nicht einmal unbedingt die behandelnden Ärzte auf eunen Antibiotika-Gebrauch. Oft genug sind es auch Patienten, die die Arztpraxis nicht ohne ein Rezept für ein starkes und schnell wirkendes Präparat gegen ihre Erkrankung verlassen möchten.

Aber: Ist der Gebrauch von Antibiotika tatsächlich so häufig notwendig – auch in weniger akuten Fällen? Was passiert, wenn Antibiotika zu oft verschrieben werden? Und welche Alternativen sind gegeben, um gegen Bakterien und bakterielle Infektionen vorzugehen?

Antibiotika werden als Arzneimittel zur Bekämpfung von Infektionen eingesetzt, die durch Bakterien verursacht werden. Das Wort Antibiotika entstammen dem Griechischen und bedeuten „gegen das Leben“ (anti = gegen; bios = das Leben). Zu Behandlungszwecken eingesetzt, richten sich Antibiotika auf unterschiedliche Weise gegen die Bakterien in unserem Körper und zerstören diese. Dabei unterscheiden Antibiotika nicht zwischen guten und schlechten Bakterien. Auch solche Bakterien, die überaus notwendig und nützlich sind, fallen einer Antibiotika-Therapie zum Opfer und es braucht einige Zeit, bis sich der Organismus (z.B. Darmflora) nach der Antibiotika-Einnahme wieder erholt hat.

Bei übermäßiger und leichtfertiger Anwendung oder unsachgemäßem Gebrauch birgt die Verordnung von Antibiotika die Gefahr zunehmender Antibiotika-Resistenzen. Bakterien „lernen“, sich vor einem Antibiotikum zu schützen. Sie werden resitent und das Medikament verliert folglich seine Wirkung. Die Zahl der Menschen, die Infektionen mit resistenten Bakterien zum Opfer fallen, liegt Angaben der WHO zufolge in den Ländern der Europäischen Union jährlich bei rund 25.000.

Im Jahr 2009 wurden allein in Deutschland knapp über 40 Millionen Mal Antibiotika verordnet. Verschrieben werden sie vor allem für Atemwegs-, Harnwegs- oder Hautinfektionen. Fachkreise wissen: Viele dieser Antibiotika-Verordnungen sind voreilig verschrieben oder sogar sinnlos – wie etwa bei einer Vielzahl von Infektionen der oberen Atemwege, die häufig viral bedingt sind. In einem solchen Fall sind Antibiotika ohne Wirkung, denn Antibiotika greifen in den Stoffwechsel von Bakterien ein. Viren hingegen haben keinen eigenen Stoffwechsel.

Ob ein Antibiotikum tatsächlich verschrieben werden muss, kann letztendlich nur ein Arzt entscheiden, nachdem sorgfältige Untersuchungen durchgeführt wurden. Wichtig ist ein gewissenhafter Umgang mit Antibiotika – und das schließt sowohl den Gebrauch durch den Patienten als auch die Verordnung von Seiten des Arztes ein. Ein Antibiotika-Gebrauch sollte gut durchdacht werden, vor allem in weniger akuten Fällen. Alternativen sind zahlreich gegeben.

Gibt es ANTI-BAKTERIELLE WIRKSTOFFE aus dem Pflanzen- und Mikronährstoff-Bereich?

Die Antwort fonden sie im folgenden Artikel.

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