Ins Krankenhaus durch ACE-Hemmer

Nierenschäden

Britische Forscher warnen im Fachblatt PLoS ONE vor den potentiellen Nebenwirkungen von ACE-Hemmern sowie den verwandten Angiotensin-Rezeptor-II-Antagonisten (ARA). Ihre Studie zufolge könnte in Großbritannien ein Siebentel der Krankenhausaufnahmen wegen akuten Nierenversagen auf die erhöhten Verschreibungen aus dieser Medikamentengruppe zurückzuführen sein. Eingesetzt werden diese Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck, Herzinsuffizienz und koronaren Herzerkrankungen, vor allem bei Patienten mit Diabetes. In Großbritannien stellt diese Gruppe von Arzneimitteln die zweithäufigst verschriebene dar. Im Beobachtungszeitraum von 2007/08 bis 2010/11 hatte deren Verschreibungsrate um 16 % zugenommen, während die Zahl der Hospitalisierungen von Patienten mit akutem Nierenschaden um 52 % anstieg. Auf Basis ihrer Berechnungen wären im untersuchten Zeitraum nach Aussage der Forscher demnach 1.636 Fälle von nunmehr dauerhaft auf Dialyse angewiesene Patienten vermeidbar gewesen. Eine Zunahme von Menschen mit akuter Nierenschädigung ist besonders alarmierend, weil die Sterblichkeit mit 25 – 30 % hier relativ hoch ist.

Kommentar von Rath international:

In Deutschland stehen Angiotensinhemmstoffe nach aktuellem Arzneimittelverordnungsreport mit rund 54 Mio. Verordnungen (entspricht etwa 25 %) auf Platz 1. Das Verordnungsvolumen von ACE-Hemmern hat sich innerhalb eines Jahrzehnt mehr als verdreifacht. Obwohl als typische Nebenwirkungen sowohl die mangelnde Durchblutung der Niere sowie letztlich das akute Nierenversagen als auch Reizhusten, Atemnot, Herzrasen, Hypotonie, Störungen im Wasser- und Elektrolythaushalt, Leberschäden, Hautausschläge und viele weitere mehr gründlich bekannt sind, gelten ACE-Hemmer bei o.g. Krankheitsbild nach den Leitlinien der Pharma-Medizin bis heute als das Mittel der Wahl. Angesichts der längst verfügbaren, ursachenorientierten Therapiemöglichkeiten seitens der wissenschaftlich begründeten Mikronährstoffforschung ist dies ein unerhörter Skandal, der den menschenverachtenden Charakter des „pharmazeutischen Investmentgeschäfts mit der Krankheit“ nur allzu kenntlich macht.

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Kategorie(n): Allgemein

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