Einflussfaktoren auf Gehalt und Bedarf an Mikronährstoffen

Fortsetzung

Gesunde Ernährung ist eben nicht nur Energiezufuhr, sondern es müssen solche Nahrungsmittel aufgenommen werden, die viele krankheitshemmende Mikronährstoffe enthalten – also viel Obst und Gemüse. Nahrung war immer auch Medizin (z.B. Heilpflanzen). Neben Vitaminen, Aminosäuren, gesunden Fetten (Omega-3-Fettsäuren) hat man bei Pflanzen im Laufe der Forschung sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe (Phytobiologika) als komplexe Schutzmechanismen herausgefunden. Sie dienen der Bekämpfung vielfältiger Angriffe durch Bakterien, Insekten, Pilzen oder dem Schutz vor intensiver Sonneneinstrahlung und sind sogar in der Lage, bereits verursachte Schäden zu reparieren. Der Mensch selbst hat im Laufe seiner langen Entwicklung gelernt, diese auch für ihn gesundheitsfördernden Substanzen zu nutzen. Dabei gilt das Potential der sekundären Pflanzenstoffe als erst im Ansatz erforscht. Stark an Bekanntheit gewonnen haben während der vergangenen Jahre die Polyphenole.

Die oft geäußerte Meinung, dass man ja genügend Obst und Gemüse esse und dies auch noch als „Bio“, ist wenig hilfreich. Selbst mancher Arzt empfiehlt völlig pauschal: „Essen Sie doch einfach einen Apfel mehr.“ Doch gerade er müsse den bedeutende Einfluss von endogenen und exogenen Faktoren auf ein gesundes Gleichgewicht des gesamten Organismus am besten einschätzen können. Arzneimittel zu verschreiben, ist da meist der einfachere Weg; es geht schneller und der Verdienst ist höher.

Was heißt aber „genügend“ Obst und Gemüse? Selbst wenn das Genügende tatsächlich wissenschaftlich aussagekräftig an Hand von Wirkfaktoren definiert wäre, so ist immer noch nicht hinreichend bekannt, was für einen konkreten Bedarf „mein eigener Organismus mit den auf ihn ganz spezifisch einwirkenden Faktoren denn hat.“ Oft ist es eine Art „Beruhigungspille“ – „man habe sich ja immer gesund ernährt.“ Kommt es „trotzdem“ zu schweren Krankheiten, werden Zweifel laut: „Dann können die Gesundheitsaussagen über Vitamine ja wohl doch nicht so richtig sein.“ – Ein gemachtes Bett für die Pharmabranche. Um dieses gesundheitliche Analphabetentum noch zu fördern, verbreitet diese Industrie mithilfe williger Handlanger in den Massenmedien, dass „neueste“ Studien angeblich gezeigt haben, Vitamine können sogar schädlich sein. In steter Regelmäßigkeit werden derart haltlose Behauptungen wiederholt. Die wenigsten Menschen hinterfragen dabei die wirtschaftlichen Motive, und noch weniger vermögen zu erkennen, nach welch unwissenschaftlichen Kriterien diese tatsächlich manipulierten Studien jemals erstellt wurden. So wird Verwirrung im großen Rahmen gestiftet, um ja nicht das große profitable Geschäft mit nebenwirkungsbehafteten und lediglich symptomorientierten Medikamenten einbrechen zu lassen.

Bild 1Für eine wirksame Prävention und Therapie sind viele Fragen zu berücksichtigen. Hinzu kommen dutzende Faktoren (Umweltbelastungen etc.), die der Einzelne nur teilweise (so im eigenen Haushalt) oder gar nicht beeinflussen kann. Ein ausgleichender oder erhöhter Mikronährstoffbedarf zur Abwehr von Schadenseinflüssen ist somit dringend erforderlich.

Doch auch der menschliche Organismus selbst ist im Laufe seines Lebens sehr unterschiedlichen Belastungen und damit auch einen beträchtlich variablen Nahrungs- und Mikronährstoffbedarf unterworfen. So z.B. während Auf- und Umbauprozessen im Kindes- oder Jugendalter oder bei Stress und Krankheiten.

Der erforderliche Bedarf an Mikronährstoff-Teams ist bei bestimmten Belastungen nicht nur unterschiedlich, sondern mitunter um ein Vielfaches höher als unter „normalen“ Bedingungen. Eine ausreichende Zufuhr nur über die Nahrung ist damit kaum möglich, vor allem wenn auch noch die notwendigen synergetischen Effekte voll abgedeckt werden sollen. Eine entsprechende Nahrungsergänzung ist dringend erforderlich.

Fortsetzungsartikel: „Prävention und Therapie durch Mikronährstoffe“

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Kategorie(n): Allgemein

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