Können Mikronährstoffe einen unregelmäßigen Herzschlag (Arrhythmie) verringern?

Einer von 200 Menschen dieser Erde leidet derzeit an Vorhofflimmern. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit etwa 33,5 Millionen Menschen von dieser Form des unregelmäßigen Herzschlags (Arrhythmie) betroffen, die damit eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt ist. Da die herkömmliche Medizin derzeit keine ursächliche Behandlung des Vorhofflimmerns kennt, sind neue Forschungsrichtungen dringend geboten.

Herz 1Patienten mit Vorhofflimmern haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Embolien oder Schlaganfälle. Darüber hinaus ist die Behandlung von Vorhofflimmern und den Folgeerkrankungen mit Milliardenkosten für Patienten und das Gesundheitswesen verbunden. Die Kosten der medizinischen Versorgung, die allein mit der Behandlung von Vorhofflimmern verbunden sind, betragen in der EU jährlich ca. 13,5 Milliarden Euro und in den USA sogar 26 Milliarden Dollar.

Vorhofflimmern tritt auf, wenn die Zellen, die die biologische Elektrizität des Herzschlags erzeugen oder leiten, nicht optimal funktionieren. Ein schneller oder unregelmäßiger Herzschlag, Herzrasen, Schwindel sowie . in schweren Fällen – Atemnot und Schmerzen in der Brust sind typische Symptome dieser Erkrankung.

Vorhofflimmern betrifft nicht nur ältere Menschen mit Diabetes, hohem Blutdruck oder Schilddrüsenproblemen. Auch junge Menschen, vor allem junge Frauen, aber auch Sportler, sind davon betroffen. Ebenso erhöht die Einnahme von Pharma-Präparaten, wie z.B. Schmerzmittel, Antibiotika, Anmtidepressiva, sowie die Chemotherapie, das Risiko für Arrhythmien.

Wenn Sie an unregelmäßigem Herzschlag leiden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Seien Sie jedoch nicht überrascht, wenn die herkömmliche Medizin die entscheidende Ursache auf Zellebene nicht identifizieren kann: Viele Ärzte kennen den Mangel an Bioenergie in Herzmuskelzellen als Ursache von Störungen der elektrischen Reizbildung und -leitung (noch)nicht. Gewöhnlich werden Hezrhythmusstörungen deshalb lediglich durch symptomorientierte Präparate (sog. Antiarrhythmika) behandelt, die z.T. wiederum mit erheblichen Nebenwirkungen behaftet sind.

Wissenschaftler des Dr. Rath Forschungsinstituts gingen der Frage nach, ob die Fehlfunktion der Herzmuskelzellen bei Arrhythmien auf langfristigen Mangel an Vitaminen und anderen Mikronährstoffen zurückzuführen ist, die ja als Hauptträger von Bioenergie im Zellstoffwechsel bekannt sind. Ein solcher Mangel beträfe narütlich besonders die „elektischen“ Zellen des Herzens, die große Mengen an Energie benötigen, um den elektrischen Impuls für einen Herzschlag zu erzeugen. Eine optimale Bioenergie-Erzeugung in den Zellen hängt von Mikronährstoffen wie Vitamin C, Lysin, Coenzym Q10, Carnitin, den B-Vitaminen und anderen ab.

Zur Beantwortung dieser Frage wurde eine klinische Studie* mit 131 Patienten mit Vorhofflimmern durchgeführt. Sie nahmen allesamt herkömmliche Pharma-Präparate ein – mit begrenztem Erfolg. Die Studienteilnehmer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine Hälfte der Patienten erhielt eine Mikronährstoff-Kombination, die andere Hälfte ein identisch aussehendes Placebo.

Die Auswertung der Studie nach 3 Monaten zeigte, dass bei den Teilnehmern, die zusätzlich Mikronährstoffe nahmen, deutlich weniger Phasen von Herzrhythmusstörungen auftraten. Nach sechs Monaten Nahrungsergänzung waren die Episoden von Herzrhythmusstörungen gegenüber der Kontrollgruppe um fast die Hälfte (43 %) verringert. Zudem wurde in dieser Gruppe eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität dokumentiert.

Die Ergebnisse dieser klinischen Studie bestätigen ddie Bedeutung von Mikronährstoffen im Energiestoffwechsel der Herzmuskelzellen und geben Millionen Menschen mit Vorhofflimmern neue Hoffnung.

* M. Rath, T. Kalinovsky, A. Niedzwiecki. Journal of the American Nutraceutical Association 2005, 8 (3): 19-25

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