FOLGENREICH

„Alltägfliche“ Medikamente steigern Demenz-Risiko

Eine im Fachjournal JAMA Internal Medicine veröffentlichte US-amerikanische Studie deutet verstärkt darauf hin, dass Arzneimittel aus der Gruppe der Anticholinergika die Wahrscheinlichkeit erhöhen, im Alter an Demenz zu erkranken. Dieses Risiko wird umso größer, je dauerhafter die Einnahme ist. Währte diese zwischen ein und drei Jahren, betrug das Demenz-Risiko 23 Prozent. Dauerte die Einnahme länger als drei Jahre an, erreichte es bereits 54 Prozent. Beobachtet wurden 3.434 Probanden ab 65 Jahren ohne Anzeichen von Demenz zu Studienbeginn. Der durchschnittliche Beobachtungszeitraum lag bei etwa 7,3 Jahren. Beinahe ein Fünftel der Teinehmer (797) erkrankte im Verlauf der Studie an Demenz. Zwar könne aus der Studie kein eindeutig kausaler Zusammenhang abgeleitet werden, jedoch belegen die Daten, dass die Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten infolge der Einnahme von Anticholinergika offenbar nicht – wie bislang angenommen – auf den unmittelbaren Anwendungszeitraum beschränkt sei, sondern permanente Veränderungen nach sich ziehe. Zu den am häufigsten eingesetzten Arzneimitteln mit anticholinergen Effekt zählen vor allem trizyklische Antidepressiva, Antihistaminika (zur Behandlung von Heuschnupfen und Allergien) sowie Muscarinrezeptor-Antagonisten (u. a. als Begleittherapie bei Inkontinenz).

Rath international:

Beunruhigend ist nicht allein, dass fast ein Fünftel der betreffenden Medikamente ohne Verschreibung erhältlich sind. Berücksichtigt man die Einsatzbereiche, wird deutlich, wie leicht es ist, stattdessen auf wirksame Alternativen aus dem Bereich der Mikronährstoff-Synergien zurückzugreifen. So ist beispielsweise im Fall von allergischen Erkrankungen der gesteigerte Bedarf an Vitamin C bekannt und sein Nutzen eindeutig belegt. Auch die immunsystemstärkenden bzw. -modulierenden Eigenschaften verschiedener sekundärer Pflanzenstoffe sind durch die Forschung hinreichend nachgewiesen. Einfluss von Vitamin D, essentiellen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren und weiteren Mikronährstoffen bei Depressionen. Schließlich zeigen auch bei der Demenz selbst zahlreiche Studien nicht nur den vorbeugenden Charakter von bestimmten Mikronährstoffen, sondern auch in der Therapie fand ihre Überlegenheit mehrfache Bestätigung (z.B. biologischer Abbau der neurotoxischen Eiweißablagerungen bei Alzheimer durch EGCG).

Kategorie(n): Allgemein

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